Funkwerk steigert im dritten Quartal den Umsatz und erzielt positives Ergebnis

- Erlöse steigen um über 7 Prozent auf 71,9 Mio. Euro (Vorjahr: 66,8 Mio. Euro)
- Positives EBIT trotz Restrukturierungskosten und schwacher
  Automobilkonjunktur
- Quartalsüberschuss nach Steuern auf 1,0 Mio. Euro verdoppelt
- Neuer Geschäftsbereich Security Communication mit Großauftrag gestartet


Die Funkwerk AG hat sich im dritten Quartal 2008 in einem von den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise geprägten schwierigen Marktumfeld gut behauptet und konnte die Erlöse weiter steigern. So nahmen die Umsätze von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr auf Konzernebene um 7,6 Prozent auf 71,9 Mio. Euro (Vorjahr: 66,8 Mio. Euro) zu. Für das bisherige Geschäftsjahr ergibt sich daraus ein Zuwachs von 5,1 Prozent auf 203,3 Mio. Euro (2007: 193,4 Mio. Euro).


„Die Restrukturierung von Enterprise Communication ist weit vorangeschritten und wird bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Gleichzeitig ist unser neuer Geschäftsbereich Security Communication, in dem wir die Produktbereiche Messaging und Videoüberwachung zusammengefasst haben, mit einem Großauftrag über rund 30 Mio. Euro gut gestartet. Damit zeigt sich, dass wir im wachsenden Markt für integrierte Sicherheitstechnik auf dem richtigen Weg sind“, sagte Funkwerk-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans Grundner bei der Vorlage des Quartalsberichts.


Im dritten Quartal erzielte der im Prime Standard notierte Spezialist für professionelle Kommunikations- und Informationssysteme trotz der zusätzlichen Belastungen aus der Restrukturierung des Geschäftsbereichs Enterprise Communication ein positives Betriebsergebnis von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Als Resultat von positiven Entwicklungen im Finanzergebnis und in der Steuerbelastung verbesserte sich der Quartalsüberschuss auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). Das Ergebnis pro Aktie erhöhte sich dementsprechend auf 0,12 Euro (0,06 Euro im Vorjahr).


Security Communication bereits zweitgrößter Geschäftsbereich


Der Aspekt der Sicherung von Abläufen, Prozessen, Objekten und Menschen spielt in fast allen Lebensbereichen eine immer wichtigere Rolle, wobei die technologische Entwicklung in der Kommunikationstechnik gleichzeitig einheitliche, integrierte Lösungen ermöglicht. Um diesen Wachstumsmarkt zu bedienen, hat Funkwerk aus dem bestehenden Bereich Enterprise Communication die Produktgruppe Messaging mit ihren Lösungen zur Personensicherung ausgegründet und zusammen mit der Produktgruppe Videosysteme aus dem Geschäftsfeld Traffic & Control Communication zum Geschäftsfeld Security Communication zusammengefasst.


Dieser neue Geschäftsbereich startete im dritten Quartal als operativ eigenständige Einheit und ist mit einem Umsatz von 55,4 Mio. Euro nach Traffic & Control Communication bereits das zweitgrößte Segment von Funkwerk. „Wir haben uns in diesem Markt international bereits einen Namen machen können und liefern zum Beispiel als Generalunternehmer ein komplettes elektronisches Sicherheitssystem mit Zugangskontrolle und Videoüberwachung an einen führenden Öl- und Gaserzeuger in Algerien. Auf diesem Gebiet erwarten wir daher in den nächsten Monaten weitere Erfolge.“, erläuterte Dr. Hans Grundner, der Vorstandsvorsitzende von Funkwerk, die Bedeutung des neuen Geschäftsbereiches.


Traffic & Control Communication profitabelster Geschäftsbereich von Funkwerk


Weiterhin sehr gefragt sind die Systeme von Funkwerk im Sektor Traffic & Control Communication (TCC, Kommunikations-, Management- und Informationssysteme für Verkehr, Logistik und Industrie). Insbesondere in Osteuropa zeichnen sich hier neue Wachstumschancen ab. Beleg dafür waren im dritten Quartal erstmals Lieferungen an die russische Bahn sowie das Projekt der Modernisierung des Kursky Bahnhofs in Moskau mit Kommunikations- und Informationssystemen. Auf Neunmonatssicht erlöste Funkwerk mit TCC in der neuen Konstellation 85,2 Mio. Euro. Bei einem Betriebsergebnis von 6,7 Mio. Euro ist Traffic & Control Communication weiterhin das profitabelste Segment von Funkwerk.


Das Geschäftsfeld Automotive Communication (AC) wurde dagegen im dritten Quartal von der stark nachlassenden Automobilkonjunktur betroffen. So blieb der Umsatz mit 12,2 Mio. Euro hinter der Planung und hinter dem Vorjahr (14,0 Mio. Euro) zurück. Auf Neunmonatssicht erwirtschaftete Automotive Communication bei Umsätzen von 40,4 Mio. Euro (Vorjahr: 42,7 Mio. Euro) ein ausgeglichenes Betriebsergebnis (2007: 0,9 Mio. Euro). „Die meisten Automobilhersteller haben für den Rest des Jahres stark reduzierte Absatzzahlen angekündigt, so dass dieser Geschäftsbereich voraussichtlich seine Umsatz- und Ergebniszielsetzungen im Gesamtjahr nicht erreichen wird“, so der Funkwerk-Vorstand .


Die Restrukturierung des Bereichs Enterprise Communication (FEC) wird Ende des Jahres abgeschlossen sein. Da der Produktbereich Messaging in den Bereich Security Communication integriert wurde, sind auch hier die Geschäftszahlen nicht mit dem Vorjahr zu vergleichen. Auf Neunmonatssicht wurden bei FEC Umsätze von 22,2 Mio. Euro verbucht, das Ergebnis war aufgrund der Restrukturierung und rückläufiger Umsätze mit 3,1 Mio. Euro negativ.


Hohe Stabilität in schwierigem Umfeld – Ziele für 2008 werden nahezu erreicht


Da ein Großteil der Kunden von Funkwerk Großunternehmen und staatliche Einrichtungen sind, die ihre Projekte vorzugsweise gegen Ende des Jahres abrechnen, liegt der Schwerpunkt bei Umsatz und Ertrag im letzten Quartal. Jeder der vier Geschäftsbereiche von Funkwerk unterliegt dabei eigenen Nachfragezyklen. Durch diese breite Aufstellung ist das Geschäftsmodell des thüringischen Technologiekonzerns gerade auch in diesen schwierigen Zeiten stabil. Der Vorstand geht deshalb davon aus, dass trotz der konjunkturellen Abschwächung insbesondere im Automobilbereich die Umsatz- und Ergebnisziele für 2008 nahezu erreicht werden.


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